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Albert Reichenbach aus
Zell am Harmersbach malt
traditionell mit Ölfarbe
auf Leinwand. Er
fotografiert seine
Umgebung und verwendet
die Fotos als Grundlage
für seine Malerei, seien
es Menschendarstellungen
oder Landschaften und
deren Elemente wie
Bäume, Wiesen,
Wasserläufe. Dabei malt
er die Motive nicht ab,
sondern lässt sie als
Bild über mehrmalige
Farbaufträge sich
entwickeln. So setzt er
Licht und Schatten und
die Vielfalt der
Erscheinungsformen
lebensnah als neue
Realität ins Bild.
Dieses gefilterte
Vorgehen gibt das Wesen
des Gesehenen preis und
mahnt in dieser
ästhetischen Form zum
Wahrnehmen und der
Wertschätzung des Seins
von Natur und Mensch.
Auf ganz andere Malweise
gibt Roswitha Schwörer
aus Achern ihre Sicht
auf die Welt der Natur
und die innere
Beschaffenheit des
Menschen zum Thema der
Betrachtung. Ebenso wie
Albert Reichenbach
entlässt sie in kleinen
und mittleren Formaten
die Werke in die
Öffentlichkeit. Dabei
verwendet sie Acryl auf
Leinwand, aber auch
Wellpappe, Kappaplatten,
Pappkarton und Papier
als Bildträger. Sie
lasiert, malt aber auch
deckend und collagiert
teilweise in subtiler
Manier, um die
Anmutungen und Aussagen
ihrer Bildwerke zum
Ausdruck zu bringen. In
reichhaltiger
Farbauswahl bringt sie
die Pflanzenwelt
feinfühlig, doch auch
abstrahiert und ins
Traumhafte geratend fast
ins Surreale. Diese
Entscheidungen wäh-rend
des Malprozesses zeigen
ihr analytisches
Vorgehen und
gleichzeitig die
Leichtigkeit des
Prozesses als Spiel.
Beide Kunstschaffende
bereichern durch ihre
meisterliche Malleistung
die Kunstszene, wobei
sie ihren Impulsen
folgen und keine
Kunstmoden bedienen.
Text: Anita
Frei-Krämer |